Lüftung
Die Ansprüche an den modernen Wohnkomfort sind klar umrissen. Wohlige Wärme im Winter, angenehme Kühle im Sommer und dazu ganzjährig gesunde Luft mit geringen Temperaturschwankungen, ohne störenden Luftzug, mit gesunder Luftfeuchtigkeit.
Um Energie zu sparen, dämmen wir unser Haus noch zusätzlich richtigerweise extrem gut ab, verpacken die Außenwände schön dick und leisten uns sehr gut dichtende Fenster. Dazu noch eine wirtschaftliche Heizanlage und der Energiesparplan ist perfekt. Scheinbar.
Die großzügige Wärmedämmung ist nicht alles, denn sie spart zwar eine Menge Energie und Kosten, bringt aber auch gravierende Nachteile. Es fehlt der notwendige Luftaustausch zwischen innen und außen. Was bleibt, ist „dicke Luft“, verursacht durch ausdünstungen von Menschen, Möbeln, Teppichen, behandelten Oberflächen, von Reinigungs- und Pflegemitteln, aber auch von Tabakrauch und erhöhtem Kohlendioxidgehalt. Früher sorgte der natürliche Luftaustausch durch Tür- und Fensterritzen dafür, dass Feuchtigkeit, die durch kochen, duschen, baden, aber auch durch Pflanzen entsteht, abziehen konnte. Heute, durch die bis zu 30igfach dichteren Fenster schlägt sich Feuchtigkeit oft an der kühlsten Stelle des Raumes in Form von Kondensat nieder. Die Folge: Schimmelpilze. Eine Gefahr für Gesundheit und Bausubstanz. Daher ist das Lüften von Gebäuden unverzichtbar. Ein hygienisch einwandfreier Luftzustand erfordert unter anderem die Abfuhr der Luftschadstoffe, die Begrenzung der relativen Feuchtigkeit auf einen gesundheitlich und bauphysikalisch vertretbaren Bereich sowie die Begrenzung der Raumluftbelastung durch Kohlendioxid, Staub und Mikroorganismen. Bisher werden Wohnungen fast ausschließlich über die Fenster gelüftet. Fensterlüftung kann man mit einem gewissen Recht als Zufallslüftung bezeichnen.
Für den zukünftigen Einsatz von Lüftungsanlagen zur kontrollierten Wohnungslüftung sprechen gute Argumente:
- Sicherstellung einer dauerhaft guten Raumluftqualität
- Energieeinsparung
- Vermeidung von Bauschäden
- Höherer Komfort
Die Funktionsweise einer mechanischen Wohnraumlüftung:
Aus bestimmten Gebäudeteilen bzw. Räumen mit Geruchs- und Dampfanfall, wie WC, Badezimmer und Küche, werden kontinuierlich geringste Luftmengen abgesaugt, über eine Wärmerückgewinnung geführt und sodann ins Freie abgeblasen. In der Wärmerückgewinnung erfolgt eine Wärme- (bzw. im Sommer Kühle-)abgabe an die von außen über ein Filtersystem transportierte Frischluft, die dann in die aufenthaltsräume wie Wohn- und Schlafzimmer mit niedrigster Geschwindigkeit eingeblasen wird. Die vorgeschalteten Filter garantieren, dass Schmutz, Abgase, Ungeziefer und Pollen nicht ins Hausinnere gelangen, was nicht nur für Allergiker eine wesentliche Erleichterung bringt. Man kann im wahrsten Sinne des Wortes „aufatmen“ im Haus. Es gibt noch die Möglichkeit, die Frischluft vor dem Hauseintritt durch einen sogenannten Erdwärmetauscher (Luftrohre im Erdreich eingegraben) zu führen, wodurch im Sommer eine Vorkühlung und im Winter eine Vorerwärmung der Luft zusätzlich Energie sparen hilft.
Beispiel für modernes Zentralgerät mit
Wärmerückgewinnung über Gegenstromplattentauscher (Rückgewinnungsgrad > 90 %, Hochleistungsventilator mit Rückwärtsgekrümmten Laufrädern und Gleichstrommotoren (60 % Energieeinsparung) – drehzahlgeregelt und geräuscharm
Gehäuse aus verzinktem Stahlblech
Filtereinheit als Mattenfilter Klasse g4.
Bypaß zur Wärmetauscherumgehung, temperaturabhängig im Gerät inkludiert.
Vollautomatische Steuerung mit individuellen Betriebsarten und Einfrierschutz, Tages- und Wochenprogramm.
Kunden Check
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